Fonds Landschaft Schweiz (FLS) Fonds Suisse pour le Paysage (FSP) Fondo Svizzero per il Paesaggio (FSP) Fond Svizzer per la Cuntrada (FSC)

 

Kulturerbe-Besonderheiten in der Landschaft erleben: Trockenmauer auf 1910 m ü. M.

Besuch einer der höchstgelegenen Trockenmauer-Baustellen der Schweiz: Schäfler AI

Treffpunkt am 27.06.2018 um 11.00 Uhr beim Berggasthaus Schäfler - erreichbar in ca. einstündiger Wanderung zu Fuss ab Bergstation der Ebenalpbahn. Anreise individuell und auf eigene Kosten mit den Appenzeller Bahnen nach Wasserauen, von dort ab 07.30 Uhr jede Viertelstunde in sechsminütiger Fahrt per Luftseilbahn auf die Ebenalp. Hier finden Sie den Fahrplan.

Besichtigung der Baustelle, Erläuterungen durch Fachleute, anschliessend Verpflegung (auf eigene Kosten) im Berggasthaus Schäfler (oder aus dem mitgetragenen Rucksack) und individuelle Rückkehr (oder Weiterwandern).

Kontakt für Rückfragen.


Einblick in eine traditionsreiche Handwerkskunst

Eine etwa 100jährige, schadhafte Trockenmauer unterhalb eines Wanderweges in der Nähe des Berggasthauses Schäfler auf ca. 1‘910 m ü. M. wird saniert. Etwa 15 m2 der Mauer sind nach starken Regenfällen eingestürzt, der übrige Teil der Trockenmauer befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Die gesamte Mauer (ca. 60m2) wird abgebrochen und wiederaufgebaut. Die Gesamtkosten sind auf ca. 115'000 Franken veranschlagt.

Das Projekt ist Teil der Bemühungen zur Erhaltung des Kulturgutes der Trockenmauern, die der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) seit seiner Gründung zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft fördert. Es geht ihm dabei um die Erneuerung typischer Elemente unserer Kulturlandschaft wie auch um die Weiterführung einer alten Handwerkskunst, die auf der „Liste der lebendigen Traditionen“ aufgeführt ist: Natursteine ohne Verwendung von Mörtel, Zement oder Klebestoffen zu stabilen Trockenmauern aufzuschichten.

Auf dem Schäfler sind die Kosten für den Wiederaufbau der markanten und landschaftsprägenden Stützmauer relativ hoch, hauptsächlich aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit, der Höhe der Mauer (bis 6 m!, massive Bauweise nötig), der Kosten für das Gerüst und die Steinschlagsicherung sowie der Beschaffung von zusätzlichem Steinmaterial aus der Umgebung. Die einen Monat dauernden Arbeiten an der Trockenmauer werden von der Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz (SUS) ausgeführt und fachlich begleitet. Der Bund beteiligt sich via Zivildienst (Staatssekretariat für Wirtschaft) und BAFU (Bundesamt für Umwelt) an den Kosten. Der Kanton Appenzell-Innerrhoden, der Bezirk Schwende und das Restaurant Schäfler werden sich an den Restkosten beteiligen. Der FLS hat einen Beitrag von 20 Prozent der Kosten oder maximal 20‘000 Franken zugesagt. Projektträger ist das Landwirtschaftsamt des Kantons Appenzell-Innerrhoden.


Hier ein Artikel, der von der Zeitung Appenzeller Volksfreund publiziert wurde.


Hintergrundbild aus Appenzellerland.